|
Erfolg zu haben ist kein Zufall
HWK-Thementag: Unternehmen brauchen mehr als ein gutes Geschäftskonzept, um Mitbewerbern voraus zu sein.
von Edith Gramberg (gramberg@hwk-oldenburg.de)
"Welches sind die entscheidenden Erfolgsfaktoren
von Unternehmen, die sich dauerhaft am Markt behaupten?",
fragte Susann Ruppert, Betriebsberaterin
der Handwerkskammer, die Experten des Thementages
"Was Unternehmen erfolgreich macht".
Grundsätzlich waren sich die Referenten darüber
einig, und so lautete der Tenor der Veranstaltung:
Erfolg funktioniert nicht nach dem Zufallsprinzip.
Erfolgreiche Unternehmer haben Werte und
Visionen, aus denen sie klare, zukunftsorientierte
Ziele ableiten. Um diese umzusetzen, schaffen sie
effiziente und transparente Unternehmensstrukturen
und sorgen für qualifizierte und motivierte
Mitarbeiter.
Für Heiko Eibenstein, Inhaber und
Geschäftsführer der Hydraulik-Pneumatik-Kontor
Jade GmbH (HPKJ) in Wilhelmshaven lautet der
Schlüssel zum Erfolg "Kundenorientierung". Um
dieses Ziel langfristig gewährleisten zu können,
haben qualifizierte, motivierte und selbstständig
arbeitende Mitarbeiter höchste Priorität. Sie sind
für Eibenstein das wichtigste Kapital eines Unternehmens.
Er setzt daher bei seiner Personalpolitik
auf Offenheit, Transparenz, Weiterbildung und Familienfreundlichkeit.
"Kein Erfolg ohne Ziele" hieß es im Referat von
Dipl.-Ökonom Thomas Suermann, Suermann Sales
Consulting, Bremen. Ziele sollten klar definiert
und den Mitarbeitern vermittelt werden, denn
Sie schaffen Handlungsrahmen und Identifikation.
Nur wer informiert sei, könne sich voll für die
Zielerreichung einsetzen.
Um die Optimierung der Betriebsorganisation ging
es Dipl.-Ingenieur Wolfgang Wrobel,
Ingenieurbüro UPW Bad Zwischenahn.
Für eine nachhaltige Entwicklung müssten
Kostentreiber in den Produkten und Prozessen
beseitigt werden. Einsparpotenziale gäbe es in
fast jedem Betrieb. Das führe nicht nur zu deutlichen
Ertragsverbesserungen, die Beteiligung der
Mitarbeiter am Produktivitätsfortschritt bewirke
auch eine Kompetenzsteigerung.
Dipl.-Pädagoge Ralf Lohe, Pluspunkt Unternehmensentwicklung
GmbH in Senden, ging besonders auf die Rolle
des Unternehmers als Vorbild
ein. "Sie sind nie nicht Vorbild", erklärte er. Es sei zudem wichtig,
sich der eigenen Werte bewusst zu sein, diese zu
kommunizieren und auch bei der Personalauswahl
zu berücksichtigen. Auch sollten Unternehmer bedenken,
dass sich eigenes positives Denken auf
andere überträgt.
Norddeutsches Handwerk 6. Mai 2010 |