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Weit weg vom betrieblichen Alltag

Führungstraining auf Fuerteventura: Pluspunkt biete Weiterbildung unter südlicher Sonne an

Zur Weiterbildung nach Fuerteventura? "Natürlich haben viele Bekannte gedacht, dass wir dort Urlaub machen," schmunzelt Simone Puls. Der Aufenthalt auf der Kanaren-Insel hatte für die junge Frau und ihren Mann, den Bäckermeister Andreas Puls, allerdings nichts mit Ferien zu tun. In einem sechstägigem Führungsseminar gewann das Bäcker-Ehepaar aus Salzbergen - gemeinsam mit anderen Interessenten - neue Erkenntnisse über Motivation und Delegation, über eigenverantwortliches Handeln der Mitarbeiter und die Entwicklung und Umsetzung von Visionen.

und das kann man am besten auf Fuerteventura? Jetzt schmunzeln Ralf Lohe und Manfred Rumi. Die beiden Geschäftsführer der Firma Pluspunkt Unternehmensentwicklung aus dem münsterlandischem Senden veranstalten ihre kürzeren Seminare überwiegend in Deutschland, auf jeden Fall aber "weit weg vom betrieblichem Alltag". Das schaffe eine entspannte Atmosphäre und in einem Feriengebiet wie auf der Kanareninsel im Robinson-Club Esquinzo Playa - zugleich etwas Urlaubsgefühl, was sich posotiv auf die Seminararbeit auswirke.

Und die steht natürlich im Vordergrund und ist bei Pluspunkt darauf ausgerichtet, dass die Teilnehmer - überwiegend mittelständische Handwerksunternehmer mittelständischer Betriebe - ihre eigenen Werte erkennen und ihr Unternehmen danach ausrichten sollen. Lohe und Rumi geht es darum, das Selbstvertrauen und die Kommunikationsfähigkeit ihrer Kunden zu stärken.

Verantwortung, Offenheit, Vertrauen - "das steckt in den meisten Betriebsinhabern und Führungskräften drin" wissen die beiden Trainer aus langjähriger Erfahrung. Vielen sei dieses Potenzial aber nicht bewusst, "und deshalb entwicklen wir es und bringen damit einen Prozess in Gang, der positives Denken vermittelt." Das sei nciht nur erlernbar, sondern auch auf Mitarbeiter übertragbar.

Ein Ansatz, der auch Alexander Puls überzeugt. Gerade der kleine und mittelständische Unternehmer sei häufig zu sehr auf betriebliche Abläufe konzentriert, ohne die Mitarbeiter eigenverantwortlich einzubinden, unterstreicht der Handwerksunternehmer, der die Bäckerei mit vier Filialen und 35 Mitarbeitern gemeinsam mit seinre Ehefrau leitet. Und weil sie beide - wie so häufig in einem Familienbetrieb - in der Verantwortung stehen, haben sie auch gemeinsam das Seminar besucht. EIne Erkenntnis: Es sei ganz wichtig, gemeinsam Visionen zu entwickeln, besonders dann, wenn es schon einmal unterschiedliche Ansichten über die betriebliche Entwicklung gebe.

Visionen zu haben und diese weiter zu entwickeln - dazu ließen sich auch Ina Krüger und Frank Könemann auf Fuerteventura inspirieren. Beide wolen ihr Potenzial als Führungskräfte in "Karlchen's Backstube", einer grossen Bäckerei in Löhne mit 28 Filialen, ausbauen. Dazu müsse "der Kopf frei sein", betont der gelernte Industriekaufmann, deshalb spiele die Umgebung eine wichtige Rolle.

von Hubertus Kost


Allgemeine Bäcker-Zeitung
Ausgabe vom 03.09.05
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