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Kochen und zwar gemeinsam
Erlebnisabend der Pluspunkt Unternehmensentwicklung
gegen mangelnde Kommunikation
Münster - Man kennt das. Auf jeder Party
gibt es die sogenannten Eckensteher, die ihre Kommunikation auf die Gäste
beschränken, die ihnen halbwegs bekannt sind. Beim "Erlebnis-
und Kommunikationsabend" der Sendener Firma Pluspunkt Unternehmensentwicklung
GmbH in Bröker's Speicher sollte dies ganz anders sein.
"Wir haben Gäste eingeladen, die sich
unter normalen Umständen nicht begegnen würden", erklärt
Ralf Lohe, einer der beiden Pluspunkt-Geschäftsführer, das ungewöhnlich
Party-Konzept. Will sagen: Lohes Unternehmensentwicklung hat ihre Firmenphilosophie
walten lassen, welche die Mitarbeiter eines Unternehmens in den Vordergrund
stellt. "Die Menschen sind das größte Kapital eines Betriebes",
sagt er.
Und gerade hier krankt es bisweilen. Gerade in mittelständischen
Handwerksbetrieben, die die Pluspunkt-Unternehmensentwicklung hauptsächlich
betreue, mangele es oft an interner und externer Kommunikation, weiß
Lohe, der selbst aus einem Handwerksberuf kommt. "Es geht darum,
das Selbstvertrauen der Mitarbeiter zu stärken und ihnen kommunikative
Möglichkeiten an die Hand zu geben, mit denen sie ihr Unternehmen
in ein positiveres Licht rücken können", erklärt er.
"Nicht so sehr die Zahlen interessieren uns, sondern die so genannten
weichen Faktoren innerhalb eines Betriebes."
Zusammen mit zehn Unternehmenspartnern aus ganz Nordrhein-Westfalen -
darunter sowohl Internetagenturen und Personaldienstleister als auch Landschaftsgärtner
und Personaldienstleister - habe die Pluspunkt-Unternehmensentwicklung
in den vergangenen sechs Jahren etwa 50 mittelständische Betriebe
in punkto Unternehmensleitung und -entwicklung betreut, so Lohe weiter.
"Und die Kommunikationskompetenz steht dabei im Mittelpunkt",
sagt er.
So auch am Samstag. Anders kann es auch nicht gewertet werden, wenn 50
sich unbekannte Menschen - allesamt Geschäftspartner und Bekannte
der Pluspunkt-Unternehmensleitung - gemeinsam kochen sollen. Dies war
nämlich der Clou des "Erlebnis- und Kommunikationsabends".
Miteinander den Tisch decken, Gemüse putzen und Fleisch tranchieren
- dies hatten Lohe und sein Kollege Rumi ihren Gästen auferlegt.
Unter kompetenter Aufsicht von erfahrenen Küchenchefs brachten die
Gäste denn auch Exquisites wie Bouillabaisse oder Ziegenquark zu
Stande, und Michael Wrasmann, einer der Gäste, war von der Idee begeistert.
"Das Kochen wird zum ersten gemeinsamen Thema, und man wird zur Kommunikation
mit Fremden aufgefordert", freut sich der "Back Europ Nordwest"
aus Osnabrück.
Allein das Kulinarische wird indes nicht die einzige Gemeinsamkeit der
Gäste geblieben sein - warnen für sie doch papierne Kochmützen
vorbereitet, auf die sie ihre Namen schreiben konnten. Und bekanntermaßen
kann schon diese Kenntnis für eine aufregende Kommunikation ausreichend
sein.
Münstersche Zeitung
Ausgabe Nr. 233 vom 05.10.2004 |