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Berichte aus den Unternehmen
Potenzialentwicklung bei Phoenix Contact
Um bei der Besetzung von Stellen im Führungsbereich möglichst
erfolgreich zu sein, hat das Unternehmen das gewünschte Potenzial
jeder Stelle genau definiert. Hierzu gibt es eine Matrix für
jede wichtige Kompetenz (in der Regel sind dies a) Fachkompetenz,
b) Methodenkompetenz, c) Sozialkompetenz, und d) persönliche
Kompetenz) in der Leistungsmaßstäbe definiert sind und
je Stelle der Grand der Erfüllung festgelegt ist, der für
diese Stelle erforderlich ist. Hier ein Beispiel, das zur Wahrung
der Verschwiegenheit nicht von Phönix Contact stammt, aber
dem Prinzip entspricht.
Führungskompetenz für einen Produktionsleiter (Auszug):
- Plant die Projekte so, dass die Kundenanforderungen im vereinbarten
Zeitraum erfüllt werden.
- Erstellt Vorgaben und gibt diese zeitnah an die nachgelagerten
Bereiche weiter.
- Hat ständig den Überblick über den aktuellen
Realisierungsgrad der Projekte.
- Findet bei Abweichungen vom Plan über eine Ursachenanalyse
zu geeigneten Maßnahmen.
- Kann die ihm unterstellten Mitarbeiter fachlich wie persönlich
beurteilen und setzt sie dementsprechend effektiv ein.
Diese Anforderungen werden jetzt an folgendem Bewertungsprofil ausgerichtet:
- Die Kompetenz ist nicht unmittelbar erforderlich aber nützlich.
- Die Kompetenz muss nach kurzer Einarbeitung vorhanden sein.
- Die Stelle erfordert diese Kompetenz von Anfang an.
- Für die Stelle ist eine hohe Ausprägung der Kompetenz
erforderlich.
- Die Stelle erfordert eine weit überdurchschnittliche Ausprägung
der Kompetenz.
- Die Stelle erfordert einen Inhaber, der auf diesem Gebiet zu
den Besten überhaupt zählt.
Der interne Bewerber für die Stelle wir dann zunächst
gebeten, sich hinsichtlich der geforderten Potenziale selber einzuschätzen.
Jede Beurteilung wird dabei überprüft, in dem der Bewerber
mitteilt, wie er eine Aufgabe gelöst hat, die die geforderte
Kompetenz widerspiegelt. Dabei interessiert, wie er an die Aufgabe
herangegangen ist, welchen Lösungsweg er eingeschlagen hat
und welches Ergebnis er dabei erzielt hat. Weicht das so festgestellte
Potenzial vom geforderten Soll ab, wird ein geeigneter Qualifikationsweg
mit dem Bewerber vereinbart.
So werden Bewerber optimal auf neue Aufgaben vorbereitet und nicht
ins "kalte Wasser" geworfen. Damit ist das "Peter-Prinzip"
ausgeschlossen und das Risiko für das Unternehmen, das es bei
einem Versagen des Bewerbers tragen muss, auf ein Minimum reduziert.
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