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Aktuelles
Von den Guten lernen
Was machen die Unternehmen richtig, die in wirtschaftlich schlechten
Zeiten dennoch gut dastehen? Was sind die Erfolgsfaktoren der Hidden
Champions?
In Zusammenhand mit diesen Fragen sind wir im Manager Magazin vom
Januar auf eine Liste von Strategien gestoßen, die von Firmen
benannt wurden, die ihre eigene Lage als gut bzw. sehr gut einschätzen.
Die am meisten genannten Strategien sind:
61 % Verstärkte Förderung der Qualifikation der Mitarbeiter
52 % Stärkung des Kerngeschäftes statt Wachstum
51 % Spezialisierung
45 % Erhöhter Druck auf zahlungsunwillige Kunden
45 % Ausbau des Marktanteils bestehender Produkte
40 % Einkaufspreise senken
38 % Expansion/ Wachstum allgemein
34 % Diversifikation/ Erweiterung der Produktpalette
31 % Umwandlung des Unternehmens in eine GmbH
30 % Lagerhaltung reduzieren
Hierzu einige Anmerkungen. Egal für was Sie sich entscheiden,
erfolgreich werden Sie auf Dauer dann sein, wenn die Strategie zusammen
mit den Mitarbeitern erarbeitet und realisiert wird. Mit der Motivation
der Mitarbeiter werden Sie leichter vorankommen; ohne deren Motivation
laufen Sie Gefahr, trotz neuer Strategie weniger Leistung von Ihren
Mitarbeitern zu erhalten. Dies gilt besonders für Veränderungsprozesse,
die zunächst beim durchschnittlichen Menschen Unwohlsein bis
Angst auslöst. Als Führungskraft muss ich ein Gespür
dafür entwickeln den Prozess so zu organisieren, dass statt
Angst der Wunsch und die Bereitschaft zur Veränderung erwächst.
Und seien Sie darauf gefasst, dass Ihre Mitarbeiter fragen, warum
die vereinbarte Strategie ergriffen werden soll. Auch wenn Sie diese
Frage nicht gestellt bekommen, so beschäftigt diese Ihre Mitarbeiter,
und wenn Sie die Antwort nicht geben, so werden Ihre Mitarbeiter
sich die Frage selber beantworten. Was Sie riskieren, ist die Gefahr,
dass die Antwort der Mitarbeiter nicht deckungsgleich mit Ihren
Vorstellungen ist. Am leichtesten haben es hier Unternehmen mit
einer klaren Unternehmensvision, die Ausrichtung gibt und Fehlinterpretationen
vermeiden hilft.
Eine weitere Gefahr lauert darin, dass Maßnahmen ergriffen
werden, die nicht mit den gelebten Werten korrespondieren. Wenn
z.B. Ehrlichkeit gelebt und eingefordert wird, kann ich nicht mit
Notlügen meine Lieferanten oder gar Kunden manipulieren. Selbst
wenn ein wirtschaftlicher Erfolg zu erwarten ist, vernichten wir
durch solche Aktionen die Glaubwürdigkeit, was unsere Mitarbeiter
unsicher macht und sogar zur Unehrlichkeit ermutigen kann. Deshalb
sollte sich jeder Unternehmer der Werte, die für ihn von Bedeutung
sind, bewusst sein und diese konsequent in seinem Handeln berücksichtigen.
Der kurzzeitige Verlust einer Einnahme wiegt auf Dauer weniger als
der Verlust der Glaubwürdigkeit.
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